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Salsa: Herkunft, Stile und Grundschritt

Salsa ist ein lateinamerikanischer Paartanz und zugleich die Musik, zu der er getanzt wird. Gemeint ist hier also nicht die Sauce, auch wenn das spanische Wort genau das bedeutet. Die Wurzeln liegen in Kuba, Namen und Sound bekam die Salsa aber im New York der 1960er- und 1970er-Jahre.

Woher kommt die Salsa?

Musikalisch steht die Salsa vor allem auf dem kubanischen Son, der im Osten Kubas entstanden ist und afrikanische Rhythmen mit spanischer Liedtradition verbindet. Dazu kamen Mambo, Cha-Cha-Cha und Bolero, aber auch puerto-ricanische Rhythmen wie Bomba und Plena. In den 1950er-Jahren tanzte New York im Palladium Ballroom zu den Orchestern von Tito Puente, Machito und Tito Rodríguez. Die nächste Generation, viele davon Kinder puerto-ricanischer Einwanderer, spielte diese Musik rauer und erzählte vom Leben in den Latino-Vierteln der Stadt.

Den Durchbruch brachte Fania Records, ein Label, das der dominikanische Musiker Johnny Pacheco und der Anwalt Jerry Masucci 1964 in New York gegründet haben. Mit den Fania All-Stars, Celia Cruz, Héctor Lavoe, Willie Colón und Rubén Blades wurde „Salsa“ in den 1970ern zum Etikett für diese Musik. Woher der Begriff genau kommt, ist umstritten: Schon um 1930 schrieb der Kubaner Ignacio Piñeiro den Son „Échale salsita“, und mehrere Musiker und Promoter beanspruchen, das Wort als Erste für die Musik verwendet zu haben.

Kubanische Musik mit anderem Namen: So hat Celia Cruz die Salsa einmal beschrieben. Auch Tito Puente konnte mit dem Etikett wenig anfangen.

So wird Salsa getanzt

Die Musik läuft im Vierertakt, getanzt wird über zwei Takte, also acht Schläge. Der Grundschritt besteht aus drei Schritten und einer kurzen Pause: Schritt auf 1, 2 und 3, Pause auf 4, Schritt auf 5, 6 und 7, Pause auf 8. Bei jedem Schritt wechselt das Gewicht; bleiben die Knie locker, schwingt die Hüfte mit.

Geführt wird über Hände und Körper: Die führende Person gibt Drehungen und Figuren vor, die folgende setzt sie um. Vor allem im New Yorker Stil gibt es dazwischen „Shines“, Soloteile, in denen jeder für sich Fußarbeit zeigt. Im Hintergrund hält die Clave alles zusammen, ein Rhythmusmuster aus fünf Schlägen, an dem sich die ganze Band orientiert.

Kubanisch, On1, On2 oder Caleña?

  • Salsa cubana (Casino): benannt nach den Casinos Deportivos, den Gesellschaftsklubs im Kuba der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Paar bewegt sich kreisförmig umeinander, mit vielen Drehungen und verschlungenen Armen. Bei der Rueda de Casino tanzen mehrere Paare im Kreis, jemand ruft die Figuren aus, und die Partner wechseln.
  • Salsa in Linie „On1“: Das Paar tanzt auf einer gedachten Linie und tauscht die Plätze; der Richtungswechsel fällt auf den ersten Schlag. Stark geprägt wurde der Stil in Los Angeles, mit schnellen Drehungen und Showelementen.
  • Salsa in Linie „On2“: ebenfalls linear, aber der Richtungswechsel liegt auf dem zweiten Schlag, passend zum Tumbao der Congas. Der New Yorker Lehrer Eddie Torres hat diese Zählweise systematisiert, deshalb heißt sie oft „New York Style“.
  • Salsa caleña: aus Cali in Kolumbien, das sich „Welthauptstadt der Salsa“ nennt. Erkennbar an sehr schneller, kleinteiliger Fußarbeit und oft akrobatischen Showeinlagen.

Tipps für den Einstieg

  • Bei einem Stil bleiben: Ob kubanisch oder in Linie, ist am Anfang egal. Wichtig ist, eine Weile beim selben Stil zu bleiben. Frag in der Tanzschule, was unterrichtet wird.
  • Ohne Partner kommen: In vielen Kursen wird regelmäßig gewechselt. Frag vorher nach, ob du allein kommen kannst.
  • Mitzählen: Hör dir Klassiker von Celia Cruz, Héctor Lavoe oder Rubén Blades an und such die Eins. Wer den Takt hört, tanzt entspannter.
  • Auf die Tanzfläche: Auf Salsa-Partys lernst du oft mehr als im Kurs allein.
  • Schuhe: Eine glatte Sohle, auf der du dich gut drehen kannst; Gummisohlen bremsen.

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