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Bachata: Herkunft, Grundschritt und Stile

Bachata ist ein Musik- und Tanzstil aus der Dominikanischen Republik. Sie ist langsamer als Salsa, wird eng getanzt und erzählt meist von Liebe und Herzschmerz. Heute gehört sie zu den beliebtesten Latin-Tänzen der Welt, und in Wien gibt es fast jeden Abend irgendwo einen Kurs oder eine Party.

Woher kommt die Bachata?

Die Bachata entstand in den 1960er-Jahren auf dem Land und in den ärmeren Vierteln der Dominikanischen Republik. Musiker mischten den langsamen Bolero mit Elementen aus Son und Merengue; typische Instrumente sind Gitarren, Bongos und die metallene Güira. Als erste Bachata-Aufnahme gilt „Borracho de amor“ von José Manuel Calderón aus dem Jahr 1962.

Lange war die Bachata schlecht angesehen: Die Oberschicht nannte sie „música de amargue“, Musik der Bitterkeit, und im Radio lief sie kaum. Das änderte sich ab Ende der 1980er-Jahre. Juan Luis Guerra brachte sie mit dem Album „Bachata Rosa“ (1990) in die Salons, und Anfang der 2000er-Jahre machte die Band Aventura sie weltweit populär.

Kulturerbe: 2019 hat die UNESCO Musik und Tanz der dominikanischen Bachata in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

So wird Bachata getanzt

Die Grundlage sind acht Schläge: drei Schritte, dann auf der Vier ein kleiner „Tap“ mit einer Bewegung aus der Hüfte, und das Ganze noch einmal in die andere Richtung (fünf, sechs, sieben, Tap auf acht). Getanzt wird seitwärts oder vor und zurück, meist in geschlossener Tanzhaltung mit Führen und Folgen.

Weil der Grundschritt einfach ist, kommen Anfängerinnen und Anfänger schnell zum Tanzen. Schon nach wenigen Kursabenden reicht es für die ersten Runden auf einer Party.

Dominikanisch, modern oder sensual?

  • Dominikanische Bachata: der ursprüngliche Stil, mit schneller, verspielter Fußarbeit und viel Gefühl für die Gitarre.
  • Moderne Bachata: mit Drehungen und Figuren, die aus der Salsa übernommen wurden. Diesen Stil lernt man in den meisten Kursen zuerst.
  • Bachata Sensual: Anfang der 2000er-Jahre in Spanien entstanden, mit fließenden Wellen- und Körperbewegungen. Als Erfinder gelten Korke und Judith aus Cádiz.

Tipps für den Einstieg

  • Viele Tanzschulen bieten Bachata und Salsa im Paket an. Frag nach, ob du ohne Partnerin oder Partner kommen kannst; oft wird im Kurs gewechselt.
  • Bequeme Schuhe mit glatter Sohle sind wichtiger als Tanzschuhe.
  • Nach dem Kurs gilt: Üben auf einer Party bringt am meisten. In Wien gibt es Bachata-Abende in Clubs und Bars und auf vielen Salsa-Partys.

Bachata in Wien lernen und tanzen

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